Kopfschmerzen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die den Patienten in Köln zum Arzt führen. Kopfschmerzen lassen sich in zwei grosse Gruppen unterscheiden: Spannungs - Kopfschmerzen und Migräne.

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. 90% der Kopfschmerzursachen verteilen sich auf den Spannungskopfschmerz und die Migräne. Bei den verbleibenden 10% stehen Zevikocephalgien, also Kopfschmerzen, die von der Halswirbelsäule ausgelöst werden im Vordergrund und bedürfen der therapeutischen Aufmerksamkeit. Daneben gibt es weitere 175 unterschiedliche Ursachen für Kopfschmerzen, darunter den sehr schmerzhaften Clusterkopfschmerz.

Kopfschmerzen werden zunächst überwiegend vom Patienten selbst behandelt. Der pharmazeutische Markt bietet eine Vielzahl frei verkäuflicher Kopfschmerzmedikamente. 67% aller verkauften Medikamente gehören in die Gruppe der rezeptfreien Präparate.

Kopfschmerzen und Halswirbelsäule

Beide Kopfschmerzformen, Spannungskopfschmerz und Migräne gehören zu den sogenannten idiopathischen Kopfschmerzen, also Kopfschmerzen, die man keiner klaren organischen Ursache zuordnen kann. Davon grenzen wir die sogenannten „sekundären Kopfschmerzen“ ab. Hier finden wir eine klare organische Ursache für den Kopfschmerz. Die häufigste Ursache für sekundären Kopfschmerz ist der Halswirbelsäulen-Kopfschmerz. Verschleißerscheinungen an der Halswirbelsäule, Bandscheibenvorfälle und Einengungsphänomene führen zu Schmerz und Entzündungsreizen, die in der Folge dann eine starke Muskelanspannung im Schulter Nacken-Bereich auslösen können. Der Patient spürt eine eingeschränkte Beweglichkeit im Schulter Nacken Bereich, klagt über schmerzhaft verspannte Muskulatur in Nacken und in einem oder beiden Trapeziusmuskeln. Diese Schulter- Nacken Syndrome, die Auslöser für Kopfschmerzen sind, beobachten wir besonders häufig bei Schreibtischarbeit und konzentrierter Bildschirmarbeit. Anspannung, Termindruck und Stress verschlimmern die Situation. Weitere Ursachen für sekundären Kopfschmerz. Es gibt weitere 175 verschiedene Ursachen für Kopfschmerzen, die aber deutlich seltener vorkommen. Dazu gehört der Kopfschmerz der durch Gefäßerkrankungen ausgelöst wird, der Clusterkopfschmerz und viele andere Formen.

Spannungs - Kopfschmerz und Migräne

Die Unterscheidung der Kopfschmerzen in Spannungskopfschmerz, Migräne oder HWS - Kopfschmerz ist der erste diagnostische Schritt.

Symptome Schmerz-
charakter
Schmerzbeginn

Spannungs -
kopfschmerz

unterschiedliche Bereiche ziehend, dumpf oft mittags

Migräne

meist halbseitiger Kopfschmerz klopfend,
mit Aura
morgens,
dann andauernd

HWS - Kopfschmerz

zusätzlich oft Schulterschmerzen ziehend, Ausstrahlung
in den Arm
durch Bewegung
veränderbar

Wie kann ich Spannungs - Kopfschmerzen von einer Migräne unterscheiden?

Hier einige Tipps.

Unter den Kopfschmerzen sind Spannungs - Kopfschmerzen sicherlich die häufigste Form von Kopfschmerzen. Sie treten bei 40-60% aller Menschen gelegentlich auf. Chronische Spannungs - Kopfschmerzen sind dagegen mit 3% recht selten. Kopfschmerzen bauen sich meist im Laufe des Tages auf und erreicht gegen Mittag ihren Höhepunkt. Meist kann die gewohnte Arbeit trotz Kopfschmerzen weiter ausgeführt werden. Vom Schmerzcharakter her sind Spannungs -Kopfschmerzen meist auf beide Kopfhälften verteilt. Die Kopfschmerzen können klopfenden, stechenden oder ziehenden Charakter haben. Die Migräne hingegen stellt sich etwas anders dar. Kopfschmerzen die auf eine Migräne zurückgehen findet man bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern. 14% aller Frauen und 7% aller Männer leiden in Deutschland unter Migräne. Migräne - Kopfschmerzen treten häufig bereits am Morgen nach dem wachwerden auf. Diese Kopfschmerzen sind meist auf eine Kopfhälfte begrenzt und sehr intensiv. Oft können Alltagsaktivitäten nicht durchgeführt werden und es treten zusätzliche begleitende Symptome wie Geruchsstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit auf.

Diagnose von Kopfschmerzen

Der erste und wichtigste Schritt in der Diagnose von Kopfschmerzen ist die Unterscheidung in idiopathischen Kopfschmerzen, also Kopfschmerzen ohne erkennbare organische Ursache und den sekundäre Kopfschmerzen, also mit erkennbarer organischer Ursache. Organische Ursachen für Kopfschmerzen, wie zerebrale Blutungen, Bluthochdruckkrisen, Sinusvenenthrombosen, Erkrankungen der Gehirnarterien und der gehirnversorgenden Arterien müssen rasch diagnostiziert und behandelt werden müssen. Im nächsten Schritt unterscheiden wir akuten Schmerz und chronischen Schmerz. Akuter Schmerz hat seinen warnenden Charakter für den Körper noch behalten. Der chronische Schmerz hat diese Warnfunktion verloren und tritt ohne erkennbare Ursache auf. Hat man eine Ursache für sekundäre Kopfschmerzen gefunden, dann sollte zunächst die orthopädisch-sportärztliche Diagnostik erfolgen. Aber auch der Hals-Nase-Ohrenarzt, der Neurologe und der Augenarzt wirken bei der exakten Diagnose von sekundären Kopfschmerzen mit. Liegen idiopathische Kopfschmerzen vor, also Spannungs - Kopfschmerzen oder Migräne, ohne sekundäre Ursache, dann können wir uns direkt der Therapie zuwenden.

Kopfschmerzen ganzheitlich behandeln

Zusammenarbeit und Eigenverantwortung Oft ist die Erwartungshaltung chronischer Schmerzpatienten sehr hoch. Viele Behandlungsversuche sind gescheitert, Selbstmedikationen haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Es ist an der Zeit für eine konsequente Behandlungsstrategie. Moderne Kopfschmerz - Therapie ist heute ein Bündel aus verschiedenen Maßnahmen, die ineinandergreifen und synergistische Effekte erzeugen. Der wichtigste Baustein in der Therapie von Kopfschmerzen ist das vertrauensvolle Verhältnis von Arzt und Patient. Beide sind Partner in der Therapie. Der Patient trägt dabei einen großen Teil der Verantwortung mit. Das ist für viele Patienten überraschend, aber für eine erfolgreiche Behandlung von großer Bedeutung.

Behandlungsziel bei Kopfschmerzen

Anders als bei Kopfschmerzen mit organischem Hintergrund, z.B. Halswirbelsäulen - Kopfschmerzen, ist es bei idiopathischen chronischen Kopfschmerzen seltener, dass eine völlige Beschwerdefreiheit erreicht wird. Daher ist es wichtig dass Arzt und Patient ein gemeinsames Therapieziel festlegen. Der Kopfschmerzpatient bestimmt mit wie viel Prozent des momentanen Schmerzes er voraussichtlich gut leben kann. Mit Hilfe von Schmerzskalen und Messvorgängen werden die Therapiefortschritte gemessen.

Kopfschmerzen gezielt behandeln

Im dritten Schritt wird dann die Therapie gemeinsam mit dem Patienten entwickelt. Moderne Kopfschmerztherapie setzt dabei auf ein multimodales Schmerzkonzept. Mehrere Bausteine werden individuell mit dem Patienten zu einem Konzept zusammengefügt, das dann kontrolliert und überwacht durchgeführt wird.

Die Standard Bausteine dieses Schmerzkonzeptes sind Medikamente, Akupunktur, Entspannungstraining und TENS Behandlung. Zusätzliche aktive Elemente wie Aufbautraining, Krankengymnastik, Yoga oder Osteopathie und ein regelmäßiges Ausdauertraining verbessern die Wirksamkeit der Therapie deutlich.

Wir beraten Sie gerne persönlich zum Thema Kopfschmerzen. Telefon 0221 / 257 99 33.

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