Der Fuss, moderne Therapie in Köln bei Fußschmerzen

Der Fuss ist eine statische Meisterleistung der Evolution. 2,6 Millionen Tonnen Gewicht bewegt ein Fuss durchschnittlich in einem Menschenleben. Über Jahrzehnte hinweg nimmt der Fuss mit jedem Schritt die gesamte Last des Körpers auf. Fehlstellungen, falsche Belastungen oder ungeeignete Schuhe können die Fuss Statik erheblich stören und Schmerzen auslösen.

Der Fuss trägt unser gesamtes Körpergewicht bei jedem Schritt. Über Jahrzehnte hinweg ist der Fuss die mechanisch meist belastete Struktur des menschlichen Körpers. In einem normalen Menschenleben bewegt ein Fuss durch normale Alltagsaktivität bis zu 2,6 Millionen Tonnen. Das ist nur möglich weil der Fuss über eine hochdifferenzierte Statik und regenerationsfähiges Gewebe verfügt. Eine Störung dieses feinabgestimmten Systems kann Schmerzen und Verschleissprozesse am Fuss auslösen.

Wir können zur Gesunderhaltung unserer Füsse beitragen, indem wir Fehlstellungen, Fehlbelastungen frühzeitig erkennen und korrigieren. Bequeme ergonomische Schuhe schützen den Fuss vor frühzeitigem Verschleiss. Ein normales Körpergewicht und eine kräftige Muskulatur schützen den Fuss vor falscher Belastung. Mit modernen Einlagen werden Schmerzen und Schädigungen am Fuss vermieden und Spitzensportler können ihre Leistung mit speziellen High-Tech Einlagen verbessern. Ein gut gepflegter und anatomisch korrekt geführter Fuss ist hoch belastbar und wird auch kurzzeitiges tragen von sehr eleganten, hochhackigen Schuhen verkraften.

Heute wird bereits im frühen Kindesalter der Fuss auf etwaige Fehlstellungen hin untersucht und rechtzeitig korrigiert. Mit sanften Methoden werden Fehlstellungen im Kindesalter ausgeglichen und Spätschäden am Fuss damit vermieden. Aber auch im Erwachsenenalter können Veränderungen am Fuss gut korrigiert werden, noch bevor dauerhafte Schäden, wie Arthrose eingetreten sind. Eine gründliche Untersuchung der Fuss Statik und eine sanfte therapeutische Weichenstellung können die Entwicklung von Erkrankungen am Fuss verhindern.

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Fuss Köln

Fuss und anatomische Verhältnisse

Der Fuss teilt sich in den Zehenbereich, den Mittelfussbereich und den Rückfuss mit den Fuss Wurzelknochen, dem Oberen Sprunggelenk und dem Fersenknochen. Betrachten wir einen Fuss von vorn fallen die beiden Erhebungen links und rechts auf, die Fussknöchel.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Genaugenommen gehören sie nicht mehr zum Fuss, sondern zum Unterschenkel. Zusammen mit dem Sprungbein bilden sie am Fuss das obere Sprunggelenk. Der Aussenknöchel ist die untere Spitze des Wadenbeins und der kräftige Innenknöchel wird vom Schienbein gebildet. Wie eine knöcherne Gabel umklammern sie das Sprungbein am Fuss und geben grosse Stabilität und lassen gleichzeitig ein Maximum an Bewegung zu. Damit diese knöcherne Gabel nicht unter der Belastung aufklappt, sind die beiden Unterschenkelknochen mit einem stabilen derben Band der sogenannten Syndesmose mit einander verwachsen.

Wadenbein und Schienbein werden über kräftige Bänder mit dem Fersenbein und dem Sprungbein verbunden. Man spricht am Fus von den Aussenbändern und den Innenbändern.

Das Sprungbein nimmt die Kräfte des Unterschenkels auf und verteilt sie auf die Knochen am Fuss. Nach hinten gibt das Sprungbein die Kraft ans Fersenbein weiter, nach vorn an die Fuss Wurzelknochen und von dort aus über die Mittelfussknochen an die Zehen.

Bei jedem Schritt wird von der Ferse über den Bogen des Längsgewölbes, die Mittelfussknochen und das Quergewölbe im Vorfuss das Gewicht des ganzen Körpers dynamisch verteilt und in eine Abrollbewegung umgewandelt.

Längs- und Quergewölbe am Fuss erhöhen dabei die Belastbarkeit und geben dem Fuss mit diesem Gewölbe eine gewisse Flexibilität, was ihn vor Verschleiss schützt. Ein eingesunkenes Quergewölbe im Vorfuss wir Spreizfuss genannt und führt häufig zu dem schmerzhaften Hallus Valgus. Ein eingesunkenes Längsgewölbe führt am Fuss zur Ausbildung eines Senkfuss oder Plattfusses. Ein Plattfuss muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen.

Die Gewölbe am Fuss werden durch kräftige Bänder und Muskeln verspannt und erhalten so ihre Stabilität. Die eleganten hochhackigen Schuhe der Damen heben die Gewölbe am Fuss, besonders das Quergewölbe im Vorfuss auf und können auf Dauer zu einem Spreizfuss und anschliessend zum Hallux valgus führen. Ursache ist eine Dysbalance der Muskulatur, die durch das tragen sehr spitzer und hochhackiger Schuhe verstärkt wird und schliesslich zu einer irreversiblen Fehlhaltung am Fuss führt. Man sieht auch häufig den Krallenzeh und die Hammerzehe in diesem Zusammenhang. Hühneraugen entstehen wenn sich eine Krallen oder Hammerzehe mit dem nach oben gedrückten Gelenk am Schuh reibt.

Die Muskulatur am Fuss unterscheiden wir in lange und kurze Fussmuskeln, je nach dem ober der Muskel im Unterschenkel liegt und über eine Sehne vermittelt seine Kraft an den Fuss weitergibt, oder ob der Muskel am Fuss selbst liegt. Die Muskulatur am Fuss wird durch Fehlbelastungen stark beeinträchtigt und kann sich schmerzhaft verhärten. Es könne dann Schmerzen im Unterschenkel oder im Fuss selbst auftreten.

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Erkrankungen am Fuss

Zu den häufigsten Beschwerden am Fuss gehören die Fehlstellungen. Als Spreizfuß bezeichnet man das eingesunkene Quergewölbe im Bereich der Mittelfussköpfchen. Häufig sieht und tastet man bei einem Spreizfuss eine deutliche Beschwielung und Hornhaut in der Mitte über dem 2. und 3. Mittelfussköpfchen. Normalerweise wird die Hauptlast bei intaktem Quergewölbe vom 1. und 5. Mittelfussköpfchen getragen. Bricht der Bogen ein wird, der mittlere Bereich mehrbelastet und eine Schwiele bildet sich an typischer Stelle.

Beim Senkfuss sinkt das Längsgewölbe des Fusses ein und die Innenseite der Fuss Sohle kann den Boden berühren. Beim vollständig eingesunkenen Längsgewölbe am Fuss spricht man vom Plattfuss. Der Knickfuss zeigt einen veränderten Winkel von Unterschenkel zu Fersenbein. Meist knickt dabei die Ferse nach aussen, aber auch varisierende, nach innen gerichtete Fehlstellungen des Fersenbeines sind möglich. Häufig sind Kombinationen dieser Fehlstellungen am Fuss, wie Senk-Spreiz Fuss, oder Senk-Spreiz-Knick Fuss.

Der Klumpfuss stellt eine besonders schwere Funktionsstörung und Fehlstellung am Fuss dar. Mehrere Strukturen am Fuss sind funktionell verändert und machen eine Behandlung auch heute noch schwierig. Meist ist ein Klumpfuss angeboren, er kann sich aber auch durch Schädigung von Nervenbahnen oder zentralnervösen Schäden entwickeln. Der Fuss steht in Supinationsstellung, die Aussenkanten des Fusses weisen nach unten. Zugleich ist eine sichelförmige Fehlstellung und ein Hohlfuss vorhanden. Die Behandlung eines Klumpfusses ist sehr komlex und gehört in die Hand eines erfahrenen Spezialisten. Zunächst wird man immer versuchen mit konservativen Behandlungsmethoden die Fuss Stellung zu korrigieren. Gelingt das nicht ausreichend muss der Fuss operiert werden.

Der Fersensporn bildet sich im Fuss Sohlen Bereich in Höhe der Ferse am Übergang zum Mittelfuss. Meist bemerkt man ihn durch Schmerz beim gehen oder laufen. An typischer Stelle unter dem Fuss lässt sich ein Druckschmerz auslösen. Im Röntgebild erkennt man einen knöchenen Sporn der vom Fersenbein in Richtung Fuss Sohle weist. In einer Kernspintomografie sieht man den Fersensporn umgeben von Sehnengewebe welches sich weiter in die Fuss Sohlen Muskulatur fortsetzt. Damit sind wir der Ursache des Fersensporns auch schon auf der Spur. Wir die Zugkraft auf die Sehne dauerhaft in Beträgen zu gross, dann wird ein stimulierender Reiz auf den Knochen ausgelöst, durch Wachstum die belastende Kraft zu verringern. Langsam entwickelt der Fersensporn. Die Schmerzen unter dem Fuss entstehen dann, weil bei Druck dieser knöcherne Sporn das umgebende Gewebe reizt.

Auch die Plantaraponeurose am Fuss, ein flächiger Muskel der Fuss Sohle wird bei einseitigen Fehlbelastungen in Mitleidenschaft gezogen. Es können sich schmerzhafte Entzündungsprozesse in dem betroffenen Muskel ausbilden. Sie sind fast immer Zeichen einer Fehlhaltung die unbedingt aufgedeckt werden sollte. Symptomatisch kann die Plantaraponeurose mit steroidalen Antiphlogistika rasch schmerzfrei gemacht werden. Man muss nur bedenken, das damit die auslösende Ursache noch nicht klar ist.

Der Fersensporn kann symptomatisch, also schmerzlindernd vor Ort behandelt werden, was aber oft nicht zu den gewünschten langzeitigen Ergebnissen führt. Der bessere Weg ist, den Fersensporn ursächlich therapieren und die Ursache für die meist einseitige Druckerhöhung am Fuss aufzufinden. Oft findet sich im Verlauf ein Beinlängenunterschied oder ein Bandscheibenvorfall der wenig oder keine Beschwerden im Rücken verursacht, aber bereits die autonome Regulation für Haltung und Bewegungsablauf beeinträchtigt. In diesen Fällen ist es oft zielführender und schonender für den Patienten den Bandscheibenvorfall zu behandeln. Die Schmerzen am Fuss und Fersensporn lassen darunter nach und der Sporn wird sich langsam zurückentwickeln. Mit einer speziellen Einlage bei der der Fersensporn hohlgelegt wird, lassen sich die Schmerzen beim gehen symptomatisch schnell lindern.

Das Morton'sche Neurom löst Fuss Schmerz bei Belastung etwa in Höhe der Mittelfussköpfchen aus. Man geht heute von einer Mangeldurchblutuung und einer chronischen Druckschädigung der Nerven in Fuss als Ursache für das Morton Neurom aus. Häufig tritt das Morton Neurom bei Patienten mit ausgeprägtem Spreizfuss auf. Man wird zunächst den Spreizfuss mit Hilfe einer modernen Einlage optimal einstellen. Lassen sich Schmerzen dadurch nicht ausreichen lindern, kommen auch entzündungshemmende Infiltrationen am Fuss in Betracht. Die ultima ratio ist schliesslich die operative Entfernung des Neuroms.

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Verletzungen am Fuss

Was wäre die Filmgeschichte ohne den verstauchten Knöchel. Generationen von Leinwandheldinnen und -helden hätten nicht zu einander gefunden. Und wie schön sind die wundersamen Blitzheilungen der Heldinnen anzusehen, sobald sie in den starken Armes des Helden ruhen.

In der Realität sind Blitzheilungen bedauerlicherweise selten. Meist bezeichnet man mit Verstauchen oder Vertreten ein Supinationstrauma des oberen Sprunggelenkes am Fuss.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Wir erinnern uns, das OSG wird aus Wadenbein, Schienbein und dem Sprungbein gebildet. Waden und Schienbein sind mit einer festen Membran, einem stabilen Band, der Syndesmose miteinander verbunden. Die stabile Verbindung zum Sprungbein wird über das Innenband am Fuss, dem Deltaband hergestellt und auf der Aussenseite durch drei Bänder, wovon zwei das Sprungbein mit dem Wadenbein verbinden und ein weiteren das Wadenbein mit dem Fersenbein. Alle Bänder sind in die Gelenkkapsel integriert, die innen mit einer Gelenkflüssigkeit produzierenden Schleimhaut ausgekleidet ist und das Gelenk dicht abschliesst.

Kommt es nun zu einem Verdrehtrauma oder einem Wegknicken am Fuss nach aussen, können die drei Aussenbänder gedehnt werden. Je nach Schwere der Verletzung am Fuss können Kapsel-Band Strukturen gedehnt werden oder zerreissen.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Meist handelt es sich um kombinierte Verletzungen, also Kapselriss, Bandruptur und zusätzlich eine Stauchung der Gelenkknochenanteile auf der Gegenseite. Die Schwere der Symptome am Fuss, wie Schwellung, Hämatom, Bewegungsfähigkeit korrelieren oft mit dem Ausmass des zerstörten und verletzten Gewebes. Ein bildgebendes Verfahren sollte in jedem Fall eingesetzt werden. Klassisch sind die gehaltenen Röntgenaufnahmen, bei denen der Fuss ein eine spezielle Aparatur eingespannt und aufgedehnt wird, damit der behandelnde Arzt am Aufklappwinkel des Sprungbeins zum Wadenbein einen Bänderriss nachweisen kann. Heute hat sich diese schmerzhafte Technik weitgehend überlebt durch moderne Verfahren wie der Kernspintomografie, die nicht nur den Knochen, sondern auch das Weichteilgewebe darstellt.

Bei einer Kapsel- Band Verletzung am Fuss blutet es auch fast immer in das umgebende Gewebe ein. Häufig sieht man ein Hämatom am Rand der Fuss Sohle. Das Blut sinkt zwischen den Zellen ab und lagert sich an der tiefsten Stelle an. Man spricht dann von einem Senkungshämatom, ein untrügliches Zeichen einer Gefäßverletzung.

Heute werden nahezu alle Kapsel-Band Verletzungen konservativ mit speziellen Schienen die mit Klettverschlüssen am Fuss angelegt werden für mehrere Wochen ruhiggestellt und heilen damit vollständig aus. Operationen der Aussenbänder sind die Ausnahme geworden. Bei jungen Leistungssportlern und komplexen Zerreissungen am Fuss ist auch heute noch eine Operation zu erwägen.

Knöchelfrakturen am Fuss werden heute fast ausnahmslos operativ versorgt, da die Operation zu besseren Ergebnissen führt. Innerhalb eines 10 Stunden Intervalls nach dem Unfall kann die Operation durchgeführt werden. Nach 10 Stunden ist das umgebende Weichteilgewebe dann meist so geschwollen, dass die Operation am Fuss um 4-7 Tage verschoben werden muss. Frakturen am Fuss werden der Lage und damit dem Schweregrad nach in:

  • Weber A
  • Weber B
  • Weber C

eingeteilt. Die Einteilung der Knöchelfrakturen am Fuss bezieht sich auf die Höher Fraktur. So betrifft eine Weber A Fraktur am Fuss die Spitze des Wadenbeines, also den Aussenknöchel und liegt damit unter der Syndesmose, der Bandverbindung von Schien und Wadenbein. Dieser wird meist mit einer Kirschnerdraht- Zuggurtung oder mit einer Platte repositioniert und fixiert. Die Heilungschance ist sehr gut. Die Weber B Fraktur am Fuss liegt bereits auf Höhe der Syndesmose und die knöchernen Verletzungen sind umfangreicher. Die Weber C Fraktur schliesslich stellt eine komplexe Verletzung dar.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Knochen und Bänder und Syndesmose sind betroffen und das obere Sprunggelenk am Fuss ist damit instabil. Hier ist eine umfangreiche knöcherne Reposition und kombinierte Fixierung erforderlich. Zusätzlich muss die knöcherne Gabel aus Wadenbein und Schienbein mittels einer Stellschraube erneut stabilisiert werden, da die ursprünglich für Halt sorgende Syndesmose an Fuss zerissen ist.

Eine Sonderform der Frakturen stellt die Marschfraktur, oder der Ermüdungsbruch am Fuss dar. Hier bricht unter einer dauernden Belastung, wie sie bei langen Märschen, Wanderungen oder Marathonläufen vorkommen können, meist ein Röhrenknochen im Mittelfussbereich an. Selten bricht der Knochen vollständig. Solche Ermüdungsbrüche heilen meist unter Ruhigstellung folgenlos ab. Die Diagnose ist durch Röntgenaufnahmen allein oft schwierig und erst im MRT zeigt sich diese Fraktur am Fuss.

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