LWS, die Lendenwirbelsäule

LWS Behandlung in Köln.

Mit modernen ganzheitlichen Therapiemethoden lindern wir rasch den Schmerz an der LWS und verhindern so, dass er chronisch wird. Die LWS tragt die Hauptlast unseres Körpers. Beschwerden des unteren Rückens und der LWS werden heute aktiv bekämpft.

Die LWS trägt die gesamte Last unseres Körpers mit Ausnahme der Beine. Die LWS ist der meist belastete Abschnitt der Wirbelsäule. Entsprechend häufig sind Schmerzen und Beschwerden der LWS.

Doch belastender als die Bewegung und aufrechter Gang, ist Bewegungsarmut für die LWS. Langes sitzen am Arbeitsplatz, lange Fahrstrecken im Auto, die Freizeit vor dem Fernsehgerät oder am Computer, Meetings, Restaurantbesuche alles findet überwiegend im sitzen statt. Jeder von uns kann diese Liste sicher problemlos verlängern. Die Belastung durch zu langes sitzen und die Vernachlässigung von ausreichender Bewegung erhöht jedoch das Risiko für degenerative Erkrankungen der LWS. Rückenschmerzen oder auch Bandscheibenvorfälle können entstehen.

Unser interdisziplinäres Praxisteam aus Sportmediziner, Osteopathen, Physiotherapeuten und Diplom Sportlehrern ist spezialisiert auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Wir suchen gezielt die Ursachen für Beschwerden der LWS und behandeln sie dann wirkungsvoll mit ganzheitlichen Methoden.

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Foto: Sportmedizin, Physiotherapie, Massage Osteopathie und unter einem Dach.

Die Lendenwirbelsäule

Anatomie der LWS

Die LWS stellt den unteren Abschnitt der Wirbelsäule dar und liegt zwischen Brustwirbelsäule und Kreuzbein. Mit ihren 5 großen Lendenwirbelkörpern trägt die LWS die Hauptlast des Körpers. Schmerzen und Bandscheibenvorfälle kommen an der LWS am häufigsten vor. Das zentrale Achsenorgan unseres Körpers ist sehr oft von degenerativen Verschleissprzessen betroffen.

Fünf kräftige Wirbelkörper bilden die LWS. Von oben nach unten nehmen sie an Größe zu um die hohen einwirkendenden Druckkräfte die auf die LWS einwirken verteilen zu können. Zwei LWS Wirbelkörper werden jeweils von einer kräftigen Bandscheiben getrennt. Die Bandscheiben werden nach unten ebenfalls dicker. Sie ermöglichen der LWS die Bewegung in Beugung Seitneigung und Rotation. Kräftige Dornfortsätze der LWS und kräftige Seitliche Fortsätze verbinden die LWS mit dem Muskel und Stützgewebe des unteren Rückens. Jedes Segment der LWS hat im Bereich der Wirbelbögen Facettengelenke, die die Rotation der LWS begrenzen und gleichzeitig Beugung und Überstreckung der LWS zulassen.

Das Rückenmark endet etwa auf der Höhe des ersten LWS Wirbelkörpers. Die vom Rückenmark ausgehenden Spinalnerven ziehen vom dann in einem schützenden Schlauch dem Duralsack durch die LWS nach unten. durch seitlich angeordnete knöcherne Kanäle an der LWS, den Neuroforamina treten die Spinalnerven aus der LWS aus um in ihre Versorgungsgebiete in den Körper zu ziehen.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Etwa in Höhe der Neuroforamina der LWS liegt auch die Nervenwurzel, eine Umschaltstation, die den aus dem Rückenmark an der LWS austretenden kleinen Nerventeil mit einem langen in den Körper ziehenden Nerven verbindet. Die Nervenwurzel sieht wie eine kleine spindelförmige Auftreibung des Nerven an der LWS aus. Durch die Lage im Neuroformen der LWS ist die Nervenwurzel, oder Radix, von Bandscheibenvorfällen oder knöchernen Verschleissprozessen der LWS bedroht.

Das vordere und hintere Längsband der LWS hat stabilisierende Aufgaben und sorgt zusätzlich für eine Begrenzung von Beugung und Überstreckung an der LWS. Beide Bandstrukturen schmiegen sich unmittelbar an den Wirbelkörper der LWS. Sie über decken auch die Bandscheiben. Dadurch wird vor allem das hintere Längsband der LWS durch Bandscheibenvorfälle bedroht und kann von vorgefallenem Bandscheibengewebe der LWS durchdrungen oder zerissen werden.

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Symptome bei LWS Beschwerden

Die Anzeichen für Störungen an der LWS sind vielfältig. Den klassischen lumbalen Rückenschmerz kennt fast jeder von uns. Im Laufe des Lebens hat nahezu jeder Mensch einmal LWS Schmerzen. Meist führen die LWS Schmerzen den Patienten zum Arzt. Der LWS Schmerz kann lokal auf die LWS Region beschränkt sein oder auch in Gesäss, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuss ausstrahlen. Nicht selten berichten Patienten auch über eine Schmerzausstrahlung von der LWS in die Leistenregion.

Schwieriger ist die Zuordnung von LWS Schmerzen schon, wenn sie nicht lokal sondern über die Spinalnerven fortgeleitet an anderen Körperstellen, zB. den Beinen oder dem Fuß auftreten. Man kann sich diese Schmerzausstrahlung verdeutlichen am Beispiel der Klingel am Gartentor. Die Schmerzursache liegt an der LWS, was dem Klingelknopf am Gartentor entspricht. Das Zielorgan ist jedoch das Bein oder der Fuss und entspricht damit der im Haus angebrachten Klingel. Obwohl der Schmerz an der LWS ausgelöst wird, spürt man nur Schmerzen im Fuss oder im Bein.

LWS Beschwerden können auch in die Leistenregion ausstrahlen und simulieren dann einen Leistenbruch. Oft muss ein Leistenbruch dann durch spezielle Untersuchungen ausgeschlossen werden.

Sehr viel schwieriger ist es für den Patienten den Zusammenhang von LWS Ursachen und Beschwerden wie Fersensporn, Achillessehnen Beschwerden und Wadenkrämpfen herzustellen.

Die autonome Regulation unserer Körperhaltung wird über das vegetative Nervensystem vermittelt. Komplexe Mess- und Steuerungsvorgänge balancieren unseren aufrechten Gang ohne zutun unserer bewussten Aufmerksamkeit. Störungen, wie Schmerzen, die sich unterhalb der Schmerzschwelle befinden, nehmen wir bewusst nicht wahr, dennoch lösen sie Steuerungskorrekturen aus, die das Ziel haben, diesen unterschwelligen Schmerz der LWS durch Haltungskorrekturen zu vermeiden. Wir nehmen eine leichte Schonhaltung und Fehlhaltung ein. Diese Fehlhaltung, deren Ursache an der LWS liegt, führt zu einer einseitigen Mehrbelastung der Funktionskette Wade, Achillessehne und Fussohlenmuskulatur. Die Folge können nach einiger Zeit Wadenkrämpfe, Achillodynie oder ein schmerzhafter Fersensporn sein. Die Ursache dafür liegt aber in der LWS. Eine ursächliche Therapie wird dann kurativ auch an der LWS ansetzen.

Recht häufig klagen Patienten über Ischiasschmerzen die sich in Höhe des Gesässes darstellen und ebenfalls in den meisten Fällen ihre Ursache in der LWS haben. Auch das Hüftgelenk wird oft zur Projektionsfläche von LWS Schmerzen.

Eine sehr schwere Komplikation einer LWS Störung ist das Cauda-Syndrom, bei dem meist im unteren LWS Bereich die Spinalnerven massiv durch einen Bandscheibenvorfall komprimiert werden und ihre Funktion eistellen. Die Folge sind Kontrollverlust über Blasen und Mastdarmschließmuskeln. Eine solche ernsthafte Komplikation muss unverzüglich durch eine operativen Eingriff beseitigt werden und stellt einen dringenden Notfall dar.

Mit einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung lässt sich die LWS Ursache meist rasch finden.

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Ursachen für LWS Beschwerden

Die häufigste Ursache für LWS Beschwerden ist der über Jahre schleichende Verschleiss der LWS Strukturen. Degenerative Veränderungen der LWS an Knorpelflächen, Knochen und Weichteilgeweben wie Bandscheiben und Bandapparat sind oft auslösend für LWS Schmerzen.

Bewegungsmangel und falsches und zu langes sitzen unter großer Anspannung ist einer der häufigsten Auslöser für LWS Beschwerden. Meist ist im sitzen die physiologische Lordose der LWS aufgehoben und die Bandscheiben wird über Stunden wie eine Zitrone ausgedrückt und verliert immer wieder zu viel an Flüssigkeit und kann so im Laufe der Zeit Schaden nehmen.

Aufgrund der Mangelernährung der LWS können sich kleine Microfaserrisse im Faserring der Bandscheiben bilden und ein persönliches Belastungsprofil, das bei jedem Menschen anders aussehen kann, können sich die kleinen Risse miteinander verbinden und größere Risse bilden. Erreichen die Risse dann den Gelkern der Bandscheibe an der LWS, dann presst sich der Gelkern in den Riss und die Bandscheibe wölbt sich in den Spinalkanal vor. Eine Bandscheibenverletzung vermindert aber immer auch die Höhe des Bandscheibenraumes an der LWS und so kommen die kleinen Facettengelenke näher zusammen und können vermehrt verschleissen.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Eine Facetten Syndrom ist die Folge, eine Arthrose der kleinen Wirbelgelenk an der LWS.

Unfälle, Stürze aus großer Höhe, Verkehrsunfälle, Ski und Motorradunfälle machen meist knöcherne Verletzungen wie Impressionsfrakturen, Knochenkontusionen oder Frakturen. Je nach Lage und Schweregrad ist hier eine operative Versorgung notwendig. Akute Traumata der LWS sind allerdings selten im Vergleich zu den degenerativen Erkrankungen der LWS.

Fehl- und Schonhaltungen treten schon sehr früh bei Störungen der LWS auf. Das autonome Nervensystem bemüht sich früh den noch unterschwellig vorhandenen LWS Beschwerden entgegen zu wirken und durch Ausweichen die Störung zu mildern. Eine Fehlhaltung führt aber immer zu einer einseitigen Mehrbelastung an der LWS, die zu Wadenkrämpfen, Achillessehnenschmerzen und Fersenspornen führen kann.

Auch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Morbus Bechterew, bakterielle oder virale Entzündungen können Beschwerden der LWS auslösen.

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Diagnosen an der LWS

Häufig hört man im Zusammenhang mit der LWS Begriffe wie

  • Lumbago - LWS Schmerzen,
  • Lumboischialgie - LWS Schmerzen mit Ausstrahlung in die Gesäß und Oberschenkelregion,
  • Hexenschuss - einschiessender LWS Schmerz durch Reizung der Autoinervation,
  • LWS Syndrom - LWS Schmerzen, die von Muskeln, Bindegewebe, Bandscheiben oder Knochen ausgehen können
  • Bandscheibenprotrusion - Bandscheibenvorwölbung, hinteres Längsband intakt
  • Bandscheibenprolaps - Bandscheibenvorfall, mehr Bandscheibengewebe als bei der Protrusion ausgetreten
  • sequestrierender Bandscheibenprolaps = Bandscheibenvorfall, der das hintere Längsband durchstossen hat und sich ablöst
  • Cauda Syndrom - schwere, akute Einklemmung des Nervenbündels an der unteren LWS, Reithosenanästhesie, Blasen und Mastdarm Funktionsstörungen
  • Radikuläre Schmerzen - LWS Schmerz mit Ausstrahlung in ein Segment durch Irritation der Spinalwurzel
  • Pseudoradikuläre Schmerzen - LWS Schmerz mit nicht eindeutig segmentaler Ausstrahlung durch Irritation von Spinalwurzel, Bindegewebe, Muskulatur
  • Chondrose - degenerative Veränderung der Bandscheibe, Wasserverlust und Höhenabnahme der Bandscheiben der LWS
  • Osteochondrose - degenerative Veränderung der Bandscheiben der LWS, zusätzlich bereits knöcherne Veränderungen, Randzacken der Wirbelkörper, Spondylophyten
  • Spondylarthrose - Verschleiss der Wirbelkörper der LWS mit Randzackenbildung, meist Höhenminderung der Bandscheiben vorhanden

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Therapie bei LWS Beschwerden

Schmerzen der LWS müssen nach gestellter Diagnose schnell und konsequent behandelt werden. Rückenschmerzen können in vielen Fällen chronisch werden.

Foto: Matthias Erbel, Sportmediziner in Köln, Privatpraxis für Sportmedizin, Köln

Durch eine frühzeitige konsequente und auf die Ursache zielende Therapie kann man die Chronifizierung LWS Schmerzen verhindern. Wir arbeiten mit einem interdisziplinären Team aus Sportmediziner, Physiotherapeuten, Osteopathen und Diplom Sportlehren unter einem Dach. Unser Team ist spezialisiert auf die Therapie akuter und chronischer Schmerzen der LWS und des Rückens. Im angenehmen Ambiente und nahezu ohne Wartezeit führen wir hier alle modernen Therapiemethoden unter ganzheitlichen Gesichtspunkten durch.

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Prophylaxe von LWS Beschwerden

Die wichtigste vorbeugende Massnahme zur Gesunderhaltung der LWS ist Bewegung. Bewegung ist eine Voraussetzung für die optimale Ernährung der Bandscheiben und der Knorpelflächen an der LWS. Moderate angepasste Bewegungsprogramme erhalten die Gesundheit der LWS und lindern Schmerzen. Bewegung stabilisiert die LWS und gibt den Segmenten der LWS mehr Halt.

Daneben ist ein rückengerechtes Verhalten im Alltag geeignet schmerzauslösende Ereignisse an der LWS zu vermeiden. Richtig eingestellte Büromöbel, ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder ein Stehpult verbessern die Situation für die LWS.

Langes sitzen vermeiden!

Langes sitzen und zusätzliche Stressbelastung, wie bei langen Autofahrten, in endlosen Konferenzen oder Meetings, oder über Stunden hinweg in Restaurant oder Oper können Rückenbeschwerden und Schmerzen an der LWS fördern. Wo es möglich ist sollte man jede Gelegenheit für Bewegung nutzen. Bereits kurze Rückendehn- und Streckprogramme können die Situation an der LWS spürbar verbessern.

Die Rumpfmuskulatur sollte stets kräftig und trainiert sein. In den 90 Jahren haben einige Fitnessanbieter damit geworben, dass Muskelkraft der einzige Weg für einen schmerzfreien Rücken sei. Heute fast 20 Jahre später, weiss man, dass ein isoliertes Muskelaufbautraining einiger Kennmuskeln des Rückens nicht zu den gewünschten Langzeitergebnissen führt. Heute hat sich ein Training in ganzen Funktionsketten durchgesetzt. Mit einfachen Geräten und in komplexen Bewegungsabläufen, wie sie natürlicherweise in vielen Sportarten vorkommen, werden heute in der modernen Rückentherapie alle an der LWS Stabilisierung beteiligten Organsysteme trainiert. Martialischen Kraftmaschinen gehören heute ebenso der Vergangenheit an, wie rein passive Therapiemethoden.