Migräne behandeln in Köln
Diagnostik und Behandlung bei wiederkehrenden Kopfschmerzattacken mit und ohne Aura.
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Mo 09:00 – 16:00 |
Di 12:30 – 19:00
Mi 09:00 – 14:00 |
Do 12:30 – 19:00
Fr 08:00 – 14:00
Fachgebiet:
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin, Akupunktur und manuelle Therapie
Migräne Köln
Einseitiger, pochender Kopfschmerz, Licht und Geräusche werden unangenehm, jede Bewegung verstärkt die Beschwerden und der Tag lässt sich kaum noch planen. Migräne ist eine neurologische Erkrankung und kann sehr unterschiedlich verlaufen. In unserer Privatpraxis für Sportmedizin in Köln klären wir deshalb zuerst, ob Ihre Beschwerden zu Migräne passen, wie sie verlaufen und welche Begleitfaktoren eine Rolle spielen.
Für die Behandlung in Köln lassen sich verschiedene Bausteine verbinden. Dazu gehören eine passende Akuttherapie, bei häufigen oder schweren Attacken eine vorbeugende Behandlung sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung und Entspannungsverfahren. Bestehen zusätzlich Nacken- oder Haltungsbeschwerden, beziehen wir diese in die Untersuchung ein, ohne sie vorschnell als Ursache der Attacken zu werten.
Woran erkennen Sie eine Migräne?
Die Erkrankung ist mehr als ein starker Kopfschmerz. Typisch sind wiederkehrende Attacken, die mehrere Stunden bis Tage dauern können. Der Schmerz ist häufig einseitig und pulsierend, kann aber auch beidseitig auftreten. Körperliche Aktivität verstärkt die Beschwerden oft. Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind ebenfalls häufig.
Eine Aura tritt nur bei einem Teil der Betroffenen auf. Möglich sind zum Beispiel Flimmern, Lichtblitze oder Gesichtsfeldausfälle. Auch Gefühls- oder Sprachstörungen können vorkommen. Solche Symptome entwickeln sich bei einer typischen Aura meist schrittweise und bilden sich wieder zurück.
Spannungskopfschmerzen, Beschwerden aus dem Nacken und andere Kopfschmerzformen können sich teilweise ähnlich anfühlen. Wenn die Einordnung unklar ist, muss deshalb zuerst geklärt werden, welches Kopfschmerzbild tatsächlich vorliegt. Mehr zu anderen Kopfschmerzformen finden Sie auf unserer Seite zu Kopfschmerzen in Köln.
Welche Phasen kann eine Attacke haben?
Nicht jede Attacke läuft gleich ab und nicht jede Phase tritt bei jedem Menschen auf. Häufig lassen sich jedoch mehrere Abschnitte unterscheiden:
| Phase | Mögliche Beschwerden |
|---|---|
| Vorbotenphase | Stunden oder auch länger vor dem Kopfschmerz können Müdigkeit, häufiges Gähnen, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Reizen auftreten. |
| Aura | Bei einer Aura können vor oder zu Beginn der Kopfschmerzphase vorübergehende Seh-, Gefühls- oder Sprachstörungen auftreten. |
| Kopfschmerzphase | Typisch sind mittelstarke bis starke, oft pulsierende Schmerzen. Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit können hinzukommen. Bewegung verschlechtert die Beschwerden häufig. |
| Erholungsphase | Nach dem Abklingen des Schmerzes fühlen sich manche Betroffene noch erschöpft, unkonzentriert oder körperlich weniger belastbar. |
Ein Kopfschmerztagebuch hilft, Häufigkeit, Dauer, Begleitsymptome und eingenommene Medikamente festzuhalten. So lässt sich besser beurteilen, wie stark Sie die Erkrankung belastet und ob eine Behandlung wirkt.
Wann sollten Kopfschmerzen rasch ärztlich abgeklärt werden?
Bereits bekannte, wiederkehrende Attacken lassen sich meist anhand der typischen Beschwerden einordnen. Neue oder deutlich veränderte Kopfschmerzen brauchen dagegen besondere Aufmerksamkeit.
Eine rasche medizinische Abklärung ist wichtig, wenn:
- ein Kopfschmerz plötzlich innerhalb sehr kurzer Zeit mit ungewohnter Stärke einsetzt,
- neu auftretende Lähmungen, anhaltende Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen oder andere neurologische Ausfälle hinzukommen,
- Fieber, ausgeprägte Nackensteife oder ein deutlich verschlechterter Allgemeinzustand auftreten,
- die Beschwerden nach einem relevanten Unfall beginnen oder
- sich ein bekanntes Kopfschmerzmuster deutlich verändert.
Solche Zeichen bedeuten nicht automatisch, dass eine gefährliche Ursache vorliegt. Sie sollten aber zeitnah beziehungsweise je nach Ausprägung notfallmedizinisch beurteilt werden.
Wie wir Migräne in Köln abklären
Beim ersten Termin sprechen wir ausführlich darüber, wie Ihre Kopfschmerzen beginnen und wie lange sie dauern. Wichtig sind außerdem Begleitsymptome, mögliche Auren, die Zahl Ihrer Kopfschmerz- und Migränetage pro Monat, Ihre bisherige Akutmedikation und frühere Behandlungsversuche. Schlaf, Arbeitsalltag, Bewegung und wiederkehrende Belastungssituationen können ebenfalls Hinweise für die weitere Planung geben.
Danach folgt die körperliche Untersuchung. Bei Bedarf prüfen wir auch neurologische Funktionen. Bestehen gleichzeitig Nackenbeschwerden, untersuchen wir Beweglichkeit und Muskulatur, weil Nackenschmerzen eine Attacke begleiten können oder auf eine andere Kopfschmerzform hinweisen. Die spezielle Behandlung von Beschwerden der Halswirbelsäule ist auf unserer Seite zur HWS-Behandlung in Köln beschrieben.
Eine Bildgebung gehört bei einem typischen Beschwerdebild und unauffälliger Untersuchung nicht automatisch zur Diagnostik. Bei neuen, ungewöhnlichen oder neurologisch auffälligen Beschwerden kann dagegen eine weiterführende neurologische oder bildgebende Abklärung notwendig sein. Dann stimmen wir die nächsten Schritte entsprechend ab.
Behandlung von Migräne in Köln: Was im akuten Anfall hilft
Die Akuttherapie richtet sich nach Stärke, Dauer und Begleitsymptomen der Attacke sowie nach Vorerkrankungen und bisherigen Erfahrungen mit Medikamenten. Bei leichteren bis mittelstarken Attacken kommen je nach medizinischer Eignung beispielsweise Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol infrage. Welche Option geeignet ist, hängt unter anderem von Vorerkrankungen, Gegenanzeigen und bisherigen Erfahrungen ab. Bei Übelkeit kann zusätzlich ein Medikament gegen Übelkeit sinnvoll sein.
Bei mittelschweren oder schweren Attacken beziehungsweise wenn klassische Schmerzmittel nicht ausreichend helfen, können Triptane eingesetzt werden. Sie wirken in der Kopfschmerzphase meist besser, wenn sie früh eingenommen werden. Triptane sollten nicht während der Auraphase eingenommen werden, sondern erst mit Beginn der Kopfschmerzphase. Welche Substanz geeignet ist, hängt unter anderem von Begleiterkrankungen und möglichen Gegenanzeigen ab.
Wenn Akutmedikamente sehr häufig benötigt werden, sollte die Behandlung überprüft werden. Eine zu häufige Einnahme von Schmerz- oder spezifischen Akutmedikamenten kann selbst zu zusätzlichen Kopfschmerztagen beitragen. Ein Kopfschmerztagebuch macht sichtbar, wie oft Medikamente tatsächlich eingesetzt werden.
Wann eine vorbeugende Behandlung sinnvoll sein kann
Eine vorbeugende Behandlung kommt vor allem infrage, wenn Attacken häufig auftreten, lange dauern, den Alltag stark einschränken oder die Akuttherapie nicht ausreichend wirkt oder nicht vertragen wird. Auch ein steigender Bedarf an Akutmedikamenten kann ein Grund sein, über eine Prophylaxe zu sprechen.
Als zusätzliche Orientierung nennt die aktuelle Leitlinie unter anderem drei oder mehr belastende Attacken pro Monat, regelmäßig länger als 72 Stunden anhaltende Attacken oder eine unzureichende Wirkung der Akuttherapie. Die Entscheidung hängt jedoch nicht allein von einer festen Zahl ab. Entscheidend sind Ihre Kopfschmerztage, der Leidensdruck, Begleiterkrankungen, bisherige Therapien und das Risiko eines Medikamentenübergebrauchs.
Für die medikamentöse Vorbeugung stehen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Dazu gehören je nach Situation beispielsweise bestimmte Betablocker, Flunarizin, Topiramat oder Amitriptylin. Bei chronischer Migräne kann außerdem OnabotulinumtoxinA infrage kommen. Weitere Möglichkeiten der Vorbeugung sind Medikamente, die am CGRP-Signalweg ansetzen. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von Migräneform, bisherigen Behandlungen, Begleiterkrankungen und Gegenanzeigen ab.
Der Erfolg einer Prophylaxe lässt sich am besten über einen Kopfschmerzkalender beurteilen. Ziel ist nicht das Versprechen völliger Schmerzfreiheit. Häufig geht es darum, Kopfschmerztage, Dauer und Stärke der Attacken zu reduzieren und den Alltag wieder besser planbar zu machen.
Was Sie von der Behandlung realistisch erwarten können
Die Erkrankung lässt sich nicht bei jedem Menschen vollständig verhindern. Mit einer passenden Akuttherapie und einer gezielten Vorbeugung lassen sich Häufigkeit, Dauer oder Stärke der Attacken jedoch oft beeinflussen. Ob die gewählte Behandlung wirkt, lässt sich über den Verlauf und einen Kopfschmerzkalender beurteilen.
Ein realistisches Ziel kann sein, weniger Tage wegen Kopfschmerzen absagen zu müssen, Medikamente seltener zu benötigen oder nach einer Attacke schneller wieder belastbar zu sein. Vielleicht merken Sie im Büro früher, dass eine Attacke beginnt, oder Sie können Sport und Verabredungen wieder verlässlicher planen. Genau solche Veränderungen lassen sich im Kopfschmerzkalender nachvollziehen.
Die Erkrankung entsteht nicht, weil Sie sich im Alltag „falsch“ verhalten. Bewegung, Schlafrhythmus, Entspannung und der bewusste Umgang mit persönlichen Auslösern können die Behandlung unterstützen, ersetzen aber keine medizinisch notwendige Akuttherapie oder Prophylaxe.
Termin zur Migräne-Behandlung in Köln
Wenn Sie wiederkehrende Attacken abklären lassen möchten, können Sie einen Termin in unserer Privatpraxis für Sportmedizin in Köln vereinbaren. Wir besprechen Ihre Beschwerden, bisherige Medikamente und mögliche nächste Schritte. Wenn eine weiterführende neurologische Abklärung oder Behandlung erforderlich ist, beziehen wir diese in die Planung ein.
Rufen Sie uns unter 0221 / 257 99 33 an oder vereinbaren Sie Ihren Termin online.