Schwindel, ganzheitliche Therapie in Köln
Schwindel durch Nackenverspannung kann viele Ursachen haben. Bei hartnäckigem Schwindel behandeln wir in unserer sportmedizinischen Praxis in Köln am Gürzenich die Halswirbelsäule mit ganzheitlichen Methoden. Dabei arbeiten Arzt, Physiotherapeuten und Osteopathen eng zusammen. Lagerungschwindel und Drehschwindel können durch Blockaden an der Halswirbelsäule ausgelöst werden. Mit einer gründlichen sportärztlichen Untersuchung kann diese Form des Schwindels erkannt und therapiert werden. Wir untersuchen seit vielen Jahren Patient:innen mit Schwindelbeschwerden, die auf die Halswirbelsäule zurückgehen können
Bei hartnäckigem Schwindel die Halswirbelsäule untersuchen!
Der cervikale Schwindel, aufgrund einer Störung der Halswirbel ist eine häufige Ursache für Schwindelanfälle und geht häufig mit Kopfschmerzen und Übelkeit einher. Häufig wird der Schwindel durch Halswirbel nicht ausreichend untersucht. Schwindelursachen am Ohr oder neurologischen Ursachen für Schwindel sind zwar sehr viel häufiger anzutreffen, erklären aber in vielen Fällen nicht die Schwindelursache. Dann sollte an die Halswirbelsäule als Ursache für den Schwindel gedacht werden. Dabei ist der Schwindel der Halswirbelsäule gut zu behandeln und hat gute Chancen sich vollständig zurück zu entwickeln, wenn er rechtzeitig entdeckt und konsequent behandelt wird. Schwindel durch Nackenverspannung kann bei muskulären Verspannungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule auftreten. Der Schwindel entsteht durch eine Fehlhaltung und massive Druckerhöhung in der Muskulatur des Halses und des gesamten Schulternackenbereiches. Der Patient klagt dann über Dreh-, Schwankschwindel, leichte Gangunsicherheit oder ein gestörtes Lagegefühl im Raum aufgrund des Schwindels. Gleichzeitig sind neben dem Schwindel meist leichte Einschränkungen der Beweglichkeit des Halses und des Kopfes vorhanden, die Muskulatur der Halswirbelsäule und des Schultern Nackenbereiches ist schmerzhaft verspannt.
Ursache für Schwindel
Anfälle kann eine Irritation durch Einengung der Arteria vertebralis sein, einer kleinen Arterie, die jeweils durch einen knöchernen Kanal links und rechts in der Halswirbelsäule verläuft. Diese beiden Halswirbelsäulenarterien versorgen zusammen mit den großen Halsgefäßen seitlich am Hals, den Carotiden, das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut. Bereits leichte Schwankungen im Versorgungskreislauf der beiden Halswirbelsäulenarterien kann zu den Schwindelgefühlen führen.
Eine muskuläre Ursache ist schnell und leicht zu diagnostizieren. Auch Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule können Schwindelanfälle auslösen. Schwieriger ist die Diagnose bei Blockaden der oberen beiden Halswirbelkörper, dem Atlas und Axis. Gefügelockerungen, Instabilitäten des Bandapparates und häufig wiederkehrende Blockierungen können hier ebenfalls eine Ursache für Schwindel sein. Eine weitere Ursache für Schwindel sind Verletzungen der Halswirbelsäule. Häufige Verletzungen sind die Schleudertraumata bei Auffahrunfällen.
Schwindel und HWS-Schleudertrauma
Schwindel ist ein häufiges Symptom für die Insassen eines PKW nach einem Auffahrunfall. Durch die peitschenschlagartige Bewegung des Kopfes kommt es zu sehr hohen Beschleunigungskräften, die auf die obere Halswirbelsäule und den Hinterkopf einwirken. Ein HWS-Schleudertrauma ist Auslöser für den Schwindelanfall. Der komplexe Bandapparat, welcher den Kopf mit der oberen Halswirbelsäule verspannt und die zahlreichen kleinen Muskeln können dabei geschädigt werden, was eine Instabilität zur Folge haben kann. Verantwortlich für ausreichende Stabilität sind hier die Alarbänder oder Flügelbänder. Sie haben die Aufgabe den Kopf und die Halswirbelsäule in einer Art Balance unter Spannung zu halten. Ein Schleudertrauma kann zu Verletzungen der Alarbänder führen. Sie reichen von Dehnungen und Zerrungen bis hin zu Zerreissungen.
Die Diagnose ist nicht einfach. Bei anhaltendem Schwindel sollte nicht nur eine normale Röntgenaufnahme der Halswirbelsäule in zwei Ebenen gemacht werden, oder eine Kernspintomografie, sondern zusätzlich eine Funktionsaufnahme. Das sind Aufnahmen in Vorneigung und Rückneigung des Kopfes. Erst mit Hilfe dieser funktionellen Aufnahmen entweder als klassische Röntgenaufnahme oder als funktionelle MRT-Bilder ist die Diagnose einer Alarbandverletzung nach einem HWS Schleudertrauma sicherzustellen.
Nicht jeder Schwindel kommt von der Halswirbelsäule – diese anderen Ursachen müssen ausgeschlossen werden
Schwindel kann durch Störungen des Gleichgewichtsgefühls ausgelöst werden, wenn die Informationen der am Gleichgewichtsgefühl beteiligten Organe nicht übereinstimmen. Liefert das Auge andere Informationen als das Innenohr, dann entsteht Schwindel. Jeder Brillenträger, der eine neue Gleitsichtbrille trägt, kenn diesen Schwindel. Die Ursache ist hier eine nicht übereinstimmende Information von Auge und Innenohr. Hat sich das Gehirn nach einiger Zeit an diesen neuen Seheindruck gewöhnt und speichert ihn als normal ab, verschwindet auch meist der Schwindel. Auch das Innenohr mit seinem komplexen Vestibularapparat kann eine Ursache für Schwindel sein. Es gibt ein Gleichgewichtsorgan für auf und abwärts Bewegungen, die Linearbeschleunigung und das bekanntere Bogengangsorgan für die Drehbeschleunigung. Ist eine der Organe in seiner Funktion gestört kommt es zu Schwindel. Schwindel kann ebenso durch Entzündungen des Gleichgewichtsnerven ausgelöst werden durch neurogene Tumore oder Durchblutungsstörungen. Auch Depressionen und Angststörungen können Auslöser von Schwindelanfällen sein.
| Symptome | Ursache | Therapie | |
|---|---|---|---|
| Lagerungs- schwindel | Drehschwindel Übelkeit Erbrechen | altersbedingte Otholithen- ablösung | HNO-Arzt, Epley-Manöver |
| Vestibular schwindel | Schwindelattacken, Schweißausbruch, Tachykardie, Kollaps | Erkrankung des Innenohres | HNO-Arzt |
| HWS-Schwindel | Schwindelattacken, zusätzlich oft Nacken- und Schulterschmerzen | Verschleiss der Halswirbel, Durchblutungs- störung der A. vertebralis | sportärztliche Behandlung, Akupunktur, Krankengymnastik |
FAQ – Häufige Fragen zu Schwindel und Halswirbelsäule
Kann verspannte Nackenmuskulatur wirklich Schwindel auslösen?
Ja, das ist möglich. Besonders im oberen Schulter-Nacken-Bereich kann starke Verspannung die Beweglichkeit einschränken und die Tiefensensibilität (Propriozeption) stören. Dann entstehen widersprüchliche Informationen zwischen Hals, Augen und Innenohr – und das kann Schwindel, Benommenheit oder Unsicherheit im Gang begünstigen. Häufig berichten Betroffene zusätzlich über ein Druckgefühl im Hinterkopf oder ein Gefühl von Instabilität beim Drehen des Kopfes. Vor allem bei längerem Sitzen, Bildschirmarbeit oder Stress kann sich diese muskuläre Spannung verstärken und die Beschwerden auslösen oder verstärken. Weitere Informationen zu Nackenbeschwerden finden Sie auf der passenden Seite zu häufigen Beschwerden.
Woran erkenne ich, ob mein Schwindel von der Halswirbelsäule kommt?
Typisch ist Schwindel zusammen mit Nackenschmerzen, Schulterverspannungen, Kopfschmerzen (oft am Hinterkopf) und eingeschränkter Beweglichkeit beim Drehen/Neigen des Kopfes. Häufig wird der Schwindel durch Haltung, langes Sitzen, Stress oder bestimmte Kopfpositionen ausgelöst. Manche Betroffene berichten außerdem über ein Gefühl von Druck im Nacken oder eine verstärkte Unsicherheit bei schnellen Kopfbewegungen. Eine sichere Einordnung gelingt aber erst durch eine gründliche Untersuchung – weil Ohr- und neurologische Ursachen ebenfalls häufig sind. Gerade bei neu aufgetretenem oder anhaltendem Schwindel sollte deshalb immer eine medizinische Abklärung erfolgen.
Ist HWS-Schwindel das Gleiche wie Lagerungsschwindel?
Nein. Lagerungsschwindel (BPLS) kommt meist aus dem Innenohr und wird typischerweise durch Lagewechsel (Umdrehen im Bett, Aufstehen, Kopf nach hinten) ausgelöst – oft mit starkem Drehschwindel. Die Schwindelattacken dauern meist nur Sekunden bis wenige Minuten, können aber sehr intensiv sein. HWS-Schwindel ist häufiger Schwankschwindel/Benommenheit und geht oft mit Nackenbeschwerden einher. Viele Betroffene beschreiben eher ein Gefühl von Unsicherheit oder „Schwanken“, statt eines klaren Drehgefühls. Manchmal ähneln sich die Symptome, deshalb ist die Differenzialdiagnose wichtig.
Kann eine „Blockade“ in der Halswirbelsäule Drehschwindel auslösen?
Es kann vorkommen, dass Funktionsstörungen der oberen Halswirbelsäule Schwindelattacken begünstigen – teilweise auch mit Drehkomponente. Hintergrund ist, dass gerade die oberen Kopfgelenke eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Kopfbewegungen und der räumlichen Orientierung spielen. Wenn hier die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Muskulatur stark verspannt reagiert, kann das Gleichgewichtssystem irritiert werden. In vielen Fällen steht aber eher Schwankschwindel/Unsicherheit im Vordergrund. Wichtig ist, nicht vorschnell alles auf die HWS zu schieben, bevor Innenohr und neurologische Ursachen angemessen abgeklärt sind.
Was ist cervikogener (cervikaler) Schwindel?
Damit ist Schwindel gemeint, der im Zusammenhang mit einer Funktionsstörung der Halswirbelsäule steht. Häufig treten Begleitsymptome wie Nacken- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Betroffene berichten außerdem oft über eine eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken oder ein Gefühl von Verspannung im Schultergürtel. Auslöser können Verspannungen, Fehlhaltung, wiederkehrende Blockierungen oder posttraumatische Veränderungen sein. Auch längere statische Belastungen – zum Beispiel bei Bildschirmarbeit – können solche Beschwerden verstärken.
Kann ein Bandscheibenvorfall Schwindel auslösen?
Ja, das kann vorkommen – meist nicht isoliert, sondern zusammen mit Nackenschmerzen, Ausstrahlung in Arm/Hand, Kribbeln, Taubheit oder Kraftminderung. In manchen Fällen berichten Betroffene zusätzlich über eine eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken oder über Schmerzen bei bestimmten Kopfbewegungen. Ob ein Bandscheibenbefund tatsächlich die Ursache ist, hängt vom Gesamtbild ab (Symptome + Befund + Bildgebung). Viele Veränderungen der Bandscheiben sind auch bei beschwerdefreien Menschen im MRT sichtbar, weshalb immer die klinische Situation entscheidend ist.
Welche Behandlung hilft bei HWS-Schwindel am besten?
Meist ist eine Kombination erfolgreich: sportärztliche Diagnostik, Physiotherapie/Krankengymnastik (Beweglichkeit, Stabilisation, Koordination), ggf. osteopathische/manuelle Verfahren (indikationsgerecht) und ergänzend Akupunktur zur Tonusregulation. Ziel ist es, die Beweglichkeit der Halswirbelsäule zu verbessern und gleichzeitig die stabilisierende Muskulatur zu stärken. Entscheidend sind außerdem Eigenübungen, Ergonomie und ein dosierter Belastungsaufbau. Eine langfristige Verbesserung gelingt meist nur, wenn Patienten die Übungen regelmäßig in den Alltag integrieren.